Sony entfernt gekaufte Filme aus PlayStation-Bibliotheken: Physische Medien gewinnen weiter an Bedeutung
newsbild playstation studiocanal
Der Kauf digitaler Filme vermittelt vielen Nutzern den Eindruck, dauerhaft Zugriff auf ihre Sammlung zu haben. Eine Mitteilung von Sony zeigt jedoch das Gegenteil. Ab dem 1. September 2026 verschwinden aufgrund auslaufender Lizenzvereinbarungen sämtliche StudioCanal-Titel aus den Bibliotheken betroffener PlayStation-Nutzer. Selbst bereits bezahlte Inhalte stehen anschließend nicht mehr zur Verfügung.
Damit erhält die Diskussion um digitale Käufe und physische Medien neuen Auftrieb. Erst vor wenigen Tagen berichteten wir bereits über die steigende Nachfrage nach Blu-rays und Ultra HD Blu-rays sowie das 20-jährige Jubiläum des Formats.
Zwischen Besitz und Lizenz liegen Welten
Die Liste der betroffenen Inhalte umfasst mehrere hundert Filme und Serien. Dazu gehören bekannte Titel wie Apocalypse Now: The Final Cut, Moonlight, Manchester by the Sea, Paddington, Train to Busan, The Imitation Game, Hell or High Water und Terminator 2. Sony begründet den Schritt mit den bestehenden Lizenzvereinbarungen mit StudioCanal.
Der Vorfall verdeutlicht erneut den Unterschied zwischen digitalen Käufen und physischen Datenträgern. Digitale Inhalte hängen dauerhaft von Verträgen zwischen Plattformen und Rechteinhabern ab. Enden diese Vereinbarungen, kann selbst ein bereits bezahlter Film aus der persönlichen Bibliothek verschwinden. Übersicht aller betroffenen Titel.
Ultra HD Blu-ray bleibt unabhängig
Eine Ultra HD Blu-ray oder Blu-ray funktioniert dagegen unabhängig von Streaming-Plattformen und digitalen Stores. Nach dem Kauf bleibt der Film dauerhaft im eigenen Besitz und lässt sich jederzeit ansehen. Zusätzliche Bonusinhalte, eine höhere Bild- und Tonqualität sowie Sammlereditionen stellen weitere Vorteile gegenüber vielen digitalen Angeboten dar.
Die Entscheidung von Sony dürfte deshalb viele Heimkino-Fans in ihrer Kaufentscheidung bestätigen. Gerade in einer Zeit steigender Streaming-Preise und unsicherer Lizenzsituationen gewinnt der dauerhafte Besitz von Filmen erneut an Bedeutung. (mw)