4K-Auflösung, HDR-Formate wie Dolby Vision und HDR10+, objektbasiertes Audio und sammelwürdige Editionen — alle Informationen rund um Ultra HD Blu-ray an einem Ort.
Was ist Ultra HD Blu-ray?
Ultra HD Blu-ray bietet 4K-Auflösung (3.840 × 2.160 Pixel), HEVC-Kodierung und HDR-Unterstützung. Im Gegensatz zur klassischen Blu-ray sind Titel laut Standard regioncodefrei — und unterstützen Dolby Vision, HDR10+ sowie 3D-Audioformate wie Dolby Atmos.
Passende Player →Bildformate im Überblick
HDR-Formate erweitern Kontrast und Farbumfang deutlich über SDR hinaus. Dolby Vision und HDR10+ arbeiten mit dynamischen Metadaten pro Szene, HDR10 setzt auf statische Werte.
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Mehr erfahren →4K Filme
Alle Ultra HD Blu-ray Filme mit Genre, Technik und Veröffentlichungen.
4K Serien
Serienstaffeln und Boxen in 4K UHD mit Fokus auf neue Releases.
Editionen
Mediabooks, Steelbooks, Digipaks und Sammlerboxen.
Bildformate
Dolby Vision, HDR10+ und weitere Bildthemen direkt erklärt.
Audioformate
Dolby Atmos, DTS:X und Auro-3D mit passenden Titeln.
Release-Kalender
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14. November 2025Den Namen Blu-ray Disc hat die Blu-ray Disc Association, der namhafte Unternehmen wie Sony angehören, etabliert. Blu-ray Disc wird absichtlich ohne e geschrieben, um ein Alleinstellungs- und Wiedererkennungsmerkmal zu haben. Technisch gesehen hatte die Blu-ray Disc gegenüber der HD-DVD das Nachsehen. Allerdings bekam die Blu-ray einen zukunftssicheren Namen und die Unterstützung der größten Film-Vertriebe auf der Welt.
Nachdem sich Warner gegen die HD-DVD und für die Blu-ray Disc entschieden hatte, war das Schicksal der HD-DVD besiegelt. Darüber hinaus stellte Toshiba, japanischer Unterstützer der HD-DVD, seine Produktion von HD-DVD-Laufwerken ein. Seitdem wird die Blu-ray Disc von jedem Major-Label unterstützt. Auch zahlreiche Indie-Publisher bieten Filme, Serien, Dokumentationen und Special-Interest-Titel auf Blu-ray an.
Der Name Ultra HD Blu-ray leitet sich zweifellos von der Blu-ray Disc ab. Man wollte einen Namen schaffen, der den Endverbraucher auf die neue Technologie aufmerksam macht. Gleichzeitig dient das „Blu-ray" als Erkennungsmerkmal. Um den Namen des neuen Formats schlank und modern zu halten, hat man sich bei der Blu-ray Disc Association dazu entschieden, das „Disc" aus dem Namen zu entfernen.
Ultra HD-Titel verfügen über ein anderes Logo als die Blu-ray Disc – anstatt in Blau liegt es in schwarz/silber vor.
Das von der Blu-ray Disc Association vorgestellte Logo ist allerdings noch blau. Auf den Verpackungen der Titel sieht es so wie im obigen Bild aus.
20th Century Fox Home Entertainment nutzt darüber hinaus ein weiteres Logo: das „Ultra HD Premium"-Logo. Es sagt dem Kunden, dass die UHD-Standards eingehalten werden und die Auflösung bei 3.840 × 2.160 Pixeln liegt. Darüber hinaus bestätigt es, dass die UHD Blu-ray mit mindestens 1.000 Nits Spitzenhelligkeit gemastered wurde. Mit 10-bit lassen sich 1,07 Milliarden Farben darstellen. Für HDR-Fernseher gilt: Sie müssen eine Helligkeit von mindestens 540 Nits und ein Schwarzlevel von weniger als 0,0005 cd/m² unterstützen – bei einem Kontrastverhältnis von 1.080.000:1. Bei Fernsehern mit 1.000 Nits gilt ein Schwarzlevel von unter 0,05 cd/m² und einem Kontrastverhältnis von mindestens 20.000:1.
Die ersten 4K-Filme kamen am 07. April 2016 in Deutschland auf Ultra HD Blu-ray heraus. Zu den Publishern gehörten damals Warner Home Video und Twentieth Century Fox Home Entertainment. Es wurden insgesamt 11 Filme auf dem neuen Datenträger veröffentlicht. In den USA startete der Verkauf bereits im Februar 2016.
Zu den ersten Titeln auf Ultra HD Blu-ray gehörten:
Komödien haben es nicht nur auf Blu-ray Disc schwer. Bei der Ultra HD Blu-ray sind es vor allem bildgewaltige Filme, die in High Dynamic Range über den Ultra HD Player abgespielt und auf 4K-Fernsehern oder über Beamer wiedergegeben werden. Die UHD Blu-ray gilt als Nische. Gemeinsam mit Dolby Atmos, DTS:X oder Auro 3D entfaltet sie ihr volles Potential. Zu den beliebtesten Genres gehört Action; darüber hinaus sind Drama, Science-Fiction und Dokumentationen in 4K Ultra HD beliebt.
Es springen immer mehr Publisher auf den 4K-Zug auf. Neben den großen Major-Studios sind auch zahlreiche Indie-Label vertreten:
Jede Ultra HD Blu-ray bietet eine Auflösung von 3.840 × 2.160 Pixel. Das Bild ist in HEVC (H.265) kodiert. Für die korrekte Darstellung wird ein 4K-Fernseher mit HDMI 2.0 und HDCP 2.2 benötigt. HDMI 2.0 unterstützt eine Auflösung von 2.160p bei bis zu 60 Bildern pro Sekunde und lässt eine Datenrate von bis zu 14,4 Gbit/s zu. Durch HDMI 2.0 ist es zudem möglich, den erweiterten Farbraum BT.2020 darzustellen. High Dynamic Range (HDR) wird seit HDMI 2.0 offiziell unterstützt.
Bei der Ultra HD Blu-ray nutzen die Hersteller Speichermedien mit höherer Dichte und Datenübertragung. Auf zwei Layern befinden sich insgesamt etwa 66 GB Speicher; auf drei Layern bis zu 100 GB.
Neben Ultra HD Blu-rays gibt es auch „Mastered in 4K"-Filme auf Blu-ray Disc. Dabei handelt es sich nicht um UHD-Filme – die Auflösung liegt weiterhin bei 1.920 × 1.080p (Full HD). Diese Titel verwenden zwar ein 4K-Master als Quelle, werden jedoch in Full HD enkodiert und gedrückt. Damit können sie auch von gewöhnlichen Blu-ray Playern abgespielt werden. Zusätzlich erhalten diese Titel einen erweiterten Farbraum mit xvYCC. Vom Handel werden sie auch als „4K Mastered" bezeichnet.
Die UHD-Spezifikationen erlauben den Einsatz von HDR10 (10-bit) sowie Dolby Vision (12-bit, bis zu 10.000 Nits) und Philips HDR (SL-HDR2). Dolby Vision-fähige Fernseher werden unter anderem von LG Electronics (LED und OLED) hergestellt. Auf der CES 2018 hat Sony mit dem UBP-X700 seinen ersten 4K Ultra HD Player mit Dolby Vision vorgestellt.
Seit Januar 2018 befindet sich neben HDR10 und Dolby Vision auch HDR10+ in den Ultra HD-Spezifikationen. Die Blu-ray Disc Association hat das Format zur CES 2018 aufgenommen. HDR10+ wird von Studios wie Twentieth Century Fox und Warner Brothers sowie von Panasonic und Samsung unterstützt. Die ersten HDR10+-kompatiblen Player sind der Panasonic DP-UB820 und DP-UB420. Das Flaggschiff DP-UB9004 unterstützt HDR10+, Dolby Vision, HLG und HDR10.
Bekannte Titel mit HDR10+: Alita: Battle Angel, Bohemian Rhapsody, Widows: Tödliche Witwen und Alien.
Bei HLG (Hybrid-Log-Gamma) handelt es sich um ein weiteres HDR-Format, das bei Ultra HD Blu-ray Discs jedoch nicht zum Einsatz kommt. HLG wird vor allem bei Kameras und für Broadcasts genutzt. Einige UHD Blu-ray Player und 4K-Recorder unterstützen das Format allerdings für die Wiedergabe.
Verfügen Filme auf Blu-ray Disc noch über drei Regionalcodes (A für USA/Japan, B für Europa, C für Russland/Asien), sind Ultra HD Blu-rays laut offiziellem Standard regioncodefrei (RCF). Das heißt: Jeder 4K-Film lässt sich in jedem Ultra HD Player wiedergeben – unabhängig vom Standort des Verkaufs. Ob ein konkreter Titel vollständig ohne Einschränkungen abspielbar ist, hängt jedoch vom jeweiligen Publisher ab.
Die 3D-Sound-Formate Auro 3D, Dolby Atmos und DTS:X lassen sich in die Ultra HD Blu-ray-Spezifikationen integrieren. In der Praxis setzen jedoch die meisten Studios weiterhin auf Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio. Dolby Atmos findet sich noch am häufigsten; DTS:X und Auro 3D sind deutlich seltener zu finden.
Auf der Blu-ray Disc werden MPEG-2, AVC und VC-1 unterstützt. Bei der Ultra HD Blu-ray kommt ausschließlich HEVC (High Efficiency Video Coding) zum Einsatz. Mit HEVC wird knapp die Hälfte der Datenmenge eines AVC-Streams eingespart – dadurch passen die Streams auf 66 GB bzw. 100 GB UHD-Rohlinge. AV1, der potenzielle Nachfolger von HEVC, spart nochmals rund 30 % ein, benötigt aber erheblich mehr Rechenleistung und spielt für die Ultra HD Blu-ray aktuell keine Rolle.
Deutschland wird in puncto UHD-Veröffentlichungen häufig stiefmütterlich behandelt. In den USA kommen deutlich mehr Ultra HD Blu-ray-Titel auf den Markt als hierzulande. In Italien, Spanien und anderen Ländern sieht die Veröffentlichungssituation ebenfalls besser aus als in Deutschland.
Die meisten UHD-Blu-rays werden gemeinsam mit einer Blu-ray Disc vermarktet. 3D-Bundles sind die Seltenheit. Es gibt jedoch auch zahlreiche Titel aus dem Special-Interest- und Dokumentationsbereich, die nur die 4K-Fassung beherbergen. Diese können ausschließlich mit dem passenden Ultra HD Blu-ray Player wiedergegeben werden.
3D wurde bei 4K-Filmen komplett gestrichen – nicht weil UHD-Player kein 3D unterstützen, sondern weil sich das Format nie richtig durchgesetzt hat. Normale 3D-Blu-rays werden je nach Player weiterhin abgespielt, allerdings weiterhin nur in Full HD (1.920 × 1.080p), nicht in 4K.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Kodierung | HEVC (H.265) |
| Auflösung | 3.840 × 2.160 Pixel |
| Datenrate | bis 100 Mbit/s |
| Farbraum | BT.709, BT.2020 |
| Framerate | bis 60 fps (HFR optional) |
| Chroma Subsampling | 4:2:0 |
| Speicher | 66 GB (2 Layer) / 100 GB (3 Layer) |
| HDR-Formate | HDR10, HDR10+, Dolby Vision (optional), Philips HDR (optional) |
| 3D | Nicht unterstützt |
| Regionalcode | Regioncodefree (RCF) laut Standard |
| Audio | Dolby Atmos / TrueHD, DTS:X / DTS-HD MA, Auro 3D, Dolby Digital, DTS, 8-Kanal-PCM |
| Copy & Export Feature (Digital Bridge) | Optional |
In den UHD-Spezifikationen ist eine High Frame Rate (HFR) fest verankert – also eine Framerate deutlich über den üblichen 24 Bildern pro Sekunde. Der erste Spielfilm mit 60 fps auf 4K-Blu-ray war Die irre Heldentour des Billy Lynn von Ang Lee; ein weiterer ist Gemini Man mit Will Smith. Damit HFR tatsächlich dargestellt wird, müssen UHD-Player, Fernseher und A/V-Receiver diese Frequenz unterstützen.
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