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Side Matted

Bei manchen Blu-rays und Ultra HD Blu-rays taucht in den technischen Angaben die Bezeichnung „Side Matted“ auf. Häufig steht sie zusammen mit dem Seitenverhältnis 1.66:1 und der Angabe 16:9. Obwohl diese Werte zunächst unterschiedlich erscheinen, besteht kein Widerspruch. Side Matted beschreibt eine Form der Bildanpassung, bei der schwarze Flächen links und rechts das eigentliche Filmbild begrenzen. Auf diese Weise bleibt das ursprüngliche Bildformat innerhalb des breiteren 16:9-Fernsehbildes erhalten, ohne die Aufnahmen horizontal zu strecken oder Bildbereiche abzuschneiden.

Was bedeutet Side Matted bei Blu-rays?

Der englische Begriff „Side Matted“ bezeichnet eine seitliche Maskierung des Bildes. Dabei nimmt der eigentliche Filminhalt nicht die vollständige Breite des 16:9-Bildcontainers ein. Die verbleibenden Bereiche links und rechts erscheinen schwarz. Diese Art der Darstellung kommt beispielsweise bei Filmen im Seitenverhältnis 1.66:1 zum Einsatz. Der Film bleibt vollständig innerhalb seiner vorgesehenen Bildproportionen sichtbar, während die seitlichen Maskierungsflächen den Unterschied zum breiteren Fernsehformat ausgleichen.

Die Bezeichnung ist allerdings nicht ausschließlich auf 1.66:1 beschränkt. Auch andere schmalere Bildformate, darunter die Academy Ratio mit 1.37:1, können eine entsprechende seitliche Maskierung erhalten. Side Matted beschreibt somit keine bestimmte Auflösung oder eigenständige Bildnorm, sondern die Art der Präsentation. Insbesondere bei älteren europäischen Kinoproduktionen spielt das Format 1.66:1 eine wichtige Rolle. Seit den 1950er-Jahren gehörte es zu den verbreiteten Breitbildformaten des europäischen Kinos, während sich in den USA vor allem 1.85:1 etablierte.

Wie sieht Side Matted auf einem 16:9-Fernseher aus?

Moderne Fernseher besitzen üblicherweise ein Seitenverhältnis von 16:9, was ungefähr 1.78:1 entspricht. Ein Film im Format 1.66:1 fällt etwas schmaler aus und benötigt deshalb nicht die gesamte Bildschirmbreite. Bei einer Ultra HD Blu-ray mit 3840 × 2160 Pixeln ergibt sich rechnerisch eine sichtbare Bildbreite von rund 3586 Pixeln, sofern das Bild die volle Höhe nutzt. Links und rechts verbleiben jeweils ungefähr 127 Pixel für die schwarzen Bereiche. Die exakten Abmessungen können je nach Mastering und tatsächlichem Bildformat leicht abweichen.

Die schwarzen Balken bedeuten keinen technischen Fehler und weisen auch nicht auf eine minderwertige Bildqualität hin. Vielmehr ermöglichen sie eine unverzerrte Darstellung des vorgesehenen Seitenverhältnisses. Würde man das Bild stattdessen über die gesamte Breite eines 16:9-Fernsehers strecken, erschienen Personen und Gegenstände unnatürlich breit. Eine Vergrößerung mit anschließendem Bildbeschnitt könnte dagegen Informationen am oberen und unteren Bildrand entfernen. Die seitliche Maskierung vermeidet beide Probleme.

Side Matted, Letterbox und Open Matte: Die Unterschiede

Bei der Darstellung von Filmen unterscheiden sich verschiedene Arten der Bildanpassung. Das sogenannte Letterbox-Verfahren erzeugt schwarze Balken oberhalb und unterhalb des Filmbildes. Diese Darstellung kennt man vor allem von breiten Kinofilmen im Format 2.39:1. Side Matted arbeitet dagegen mit schwarzen Flächen links und rechts. Der allgemeine Begriff Pillarboxing bezeichnet ebenfalls eine Darstellung mit seitlichen Balken. Side Matted begegnet uns insbesondere als technische Bezeichnung für entsprechend maskierte Filmfassungen.

Davon zu unterscheiden ist Open Matte. Bei diesem Verfahren zeigt eine Filmfassung zusätzliche Bildbereiche, die bei einer anderen Präsentation außerhalb des vorgesehenen Bildausschnitts liegen. Side Matted vergrößert den sichtbaren Bildinhalt dagegen nicht automatisch, sondern platziert ihn innerhalb einer breiteren Bildfläche. Die Angabe allein verrät allerdings nicht, ob die betreffende Filmfassung exakt dem ursprünglichen Kinobild entspricht. Dafür müssen das vorgesehene Seitenverhältnis und die jeweilige Fassung berücksichtigt werden.

Welche Filme nutzen Side Matted auf Ultra HD Blu-ray?

Ein aktuelles Beispiel liefert Robert Eggers‘ Horrorfilm „Nosferatu – Der Untote“ aus dem Jahr 2024. Universal Pictures nennt für die amerikanische Ultra HD Blu-ray und die reguläre Blu-ray Disc ausdrücklich die Bildangabe „16:9 1.66:1 Side Matted“. Beide Versionen präsentieren den Film somit innerhalb eines 16:9-Bildcontainers mit seitlicher Maskierung. Die DVD besitzt dagegen laut den technischen Angaben ein Seitenverhältnis von 2.39:1. Dadurch unterscheiden sich die veröffentlichten Fassungen deutlich in ihrer Bildkomposition.

Auch bei Alexander Paynes Tragikomödie „The Holdovers“ aus dem Jahr 2023 findet sich der Zusatz Side Matted in den offiziellen technischen Daten der amerikanischen Blu-ray Disc. Das Beispiel verdeutlicht, dass diese Bildpräsentation keineswegs auf ältere Filmklassiker beschränkt ist. Moderne Produktionen greifen ebenfalls auf das Verhältnis 1.66:1 zurück, um eine bestimmte Bildwirkung zu erzielen. Die Angabe Side Matted beschreibt dabei ausschließlich die Präsentation des Bildes und erlaubt keine Rückschlüsse auf Auflösung, HDR oder Bildschärfe.

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