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Letterbox (Film)

Letterbox und Pillarbox beschreiben zwei Verfahren aus der Bildverarbeitung und Videotechnik. Beide Methoden passen unterschiedliche Seitenverhältnisse aneinander an, ohne das Bild zu verzerren. Statt einer Streckung ergänzen sie schwarze Balken, damit das ursprüngliche Bildformat erhalten bleibt. Im Heimkino, beim Streaming und im Fernsehen gehören Letterbox und Pillarbox zum Alltag. Die Verfahren sorgen dafür, dass Filme und Serien unabhängig vom verwendeten Bildschirm möglichst originalgetreu erscheinen.

Was bedeutet Letterbox?

Der Begriff Letterbox bezeichnet schwarze Balken am oberen und unteren Bildrand. Diese Darstellung kommt häufig zum Einsatz, wenn ein besonders breites Filmformat auf einem schmaleren Bildschirm erscheint. Viele Kinofilme nutzen Seitenverhältnisse wie 2.39:1. Auf einem 16:9-Fernseher bleiben daher freie Bereiche oberhalb und unterhalb des Bildes sichtbar. Der Name leitet sich von den schmalen Öffnungen klassischer Briefkästen ab. Die Form der schwarzen Balken erinnert an diese Einwurfschlitze.

Was bedeutet Pillarbox?

Pillarbox beschreibt das gegenteilige Verfahren. Hier erscheinen die schwarzen Balken links und rechts neben dem eigentlichen Bild. Dieses Format tritt häufig bei älteren Fernsehproduktionen und Archivmaterial im Seitenverhältnis 4:3 auf. Auf modernen 16:9-Bildschirmen bleibt dadurch das ursprüngliche Bildformat erhalten. Die Bezeichnung Pillarbox stammt von den säulenförmigen Briefkästen, die besonders in Großbritannien verbreitet sind. Die seitlichen Balken erinnern an die Form dieser Briefsäulen.

Warum entstehen schwarze Balken?

Filmproduktionen und Anzeigegeräte nutzen unterschiedliche Seitenverhältnisse. Das Kino setzt häufig besonders breite Formate ein, während Fernseher und Monitore meist ein Seitenverhältnis von 16:9 aufweisen. Ohne Letterbox oder Pillarbox müsste die Wiedergabe das Bild strecken, beschneiden oder verzerren. Die schwarzen Balken schützen daher die ursprüngliche Bildkomposition. Kameraperspektiven, Bildausschnitte und das vom Regisseur gewählte Format bleiben vollständig sichtbar.

Letterbox und Pillarbox im Heimkino

Im Heimkino tritt Letterbox besonders häufig bei physischen Medien wie der Ultra-HD-Blu-ray auf. Auch bei Streaming-Diensten ist Letterbox gang und gäbe. Viele moderne Blockbuster erscheinen im CinemaScope-Format und zeigen deshalb schwarze Balken am oberen und unteren Rand. Dieses Verhalten gilt als normal und stellt keinen Fehler des Fernsehers dar. Pillarbox kommt dagegen vor allem bei älteren Serien, TV-Aufzeichnungen und restaurierten Filmklassikern zum Einsatz. Auch einige Bonusinhalte auf Blu-rays und DVDs nutzen weiterhin das klassische 4:3-Format. Um die schwarzen Balken zu vermeiden, bedient sich Disney bei Blu-rays der Diamond Edition dem sogenannten Disney View, wodurch Disney die Balken mit attraktiven Zeichnungen ersetzt.

Vor- und Nachteile der Verfahren

Der größte Vorteil von Letterbox und Pillarbox liegt in der unveränderten Darstellung des ursprünglichen Bildes. Die Verfahren bewahren das Seitenverhältnis und erhalten die kreative Bildgestaltung. Gleichzeitig verkleinert sich die tatsächlich genutzte Bildfläche, da die schwarzen Balken einen Teil des Bildschirms einnehmen.

Abgrenzung zu Zoom und Stretch

Einige Fernseher bieten Zoom- oder Stretch-Modi an. Beim Zoom verschwindet ein Teil des Bildes außerhalb des sichtbaren Bereichs. Beim Stretch zieht die Elektronik das Bild künstlich in die Breite oder Höhe. Letterbox und Pillarbox vermeiden diese Eingriffe und erhalten die ursprünglichen Proportionen.

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