Skip to main content

tbc (Film)

Die Abkürzung tbc begegnet Filmfans in verschiedenen Kontexten mit unterschiedlichen Bedeutungen. In der Produktionsbranche steht tbc für „to be confirmed“ und kennzeichnet vorläufige Informationen, die noch einer offiziellen Bestätigung bedürfen. Bei Filmenden signalisiert „to be continued“ die Fortsetzung der Geschichte in einem weiteren Teil. Eine spezielle Variante bildet „to be concluded“, die in Fällen wie Zurück in die Zukunft II und The Matrix Reloaded verwendet wurde, um den finalen Abschluss der jeweiligen Trilogie anzukündigen. Studios, Verleiher und Filmemacher nutzen tbc je nach Situation für unterschiedliche Zwecke. Die Mehrdeutigkeit erfordert Aufmerksamkeit beim Lesen von Ankündigungen und Credits.

„To be confirmed“ in der Produktionsplanung

Produktionsfirmen markieren vorläufige Informationen häufig mit tbc (to be confirmed; wartet auf Bestätigung), wenn Details bereits vorliegen, aber noch nicht offiziell fixiert und bestätigt sind. Ein Starttermin mit tbc-Vermerk deutet darauf hin, dass das Datum intern geplant ist, die finale Freigabe jedoch aussteht. Besetzungslisten zeigen Schauspieler als tbc, sobald Vertragsverhandlungen in der Endphase stecken.

Der entscheidende Aspekt liegt in der Vorläufigkeit. Die Information existiert bereits, braucht aber Validierung durch weitere Instanzen. Rechtsabteilungen, Vertriebsteams oder externe Partner müssen zustimmen. Festivals listen Filme als tbc, wenn die Auswahl erfolgt ist, vertragliche Details aber noch ausstehen.

Technische Spezifikationen erhalten den tbc-Status während der Postproduktion. Laufzeiten stehen oft schon näherungsweise fest, der finale Schnitt kann sie aber noch verändern. Auch Altersfreigaben erscheinen zunächst als tbc, bis die Prüfstellen ihre Entscheidung treffen. Diese Arbeitsweise schafft Planungssicherheit bei gleichzeitiger Flexibilität.

„To be continued“ als Fortsetzungsankündigung

„To be continued“ (wird fortgesetzt) markiert seit Jahrzehnten das Ende von Filmen, deren Geschichte in einem Folgeteil weitergeht. Die Formulierung schafft Erwartungshaltung und kündigt direkt weitere Abenteuer an. Cliffhanger-Enden kombinieren sich oft mit diesem Hinweis, um Spannung aufrechtzuerhalten.

Die VHS-Veröffentlichung von Zurück in die Zukunft nutzte „to be continued“ am Ende des ersten Films, um auf die bereits geplanten Fortsetzungen hinzuweisen. Diese Strategie band Zuschauer emotional an die Reihe und sicherte Interesse für kommende Teile. Der Vermerk garantierte, dass offene Handlungsstränge eine Auflösung erfahren.

Serielle Erzählstrukturen profitieren von dieser Kennzeichnung. Mehrteilige Adaptionen von Romanen oder Comics nutzen „to be continued“ als Versprechen gegenüber dem Publikum. Streaming-Plattformen übernehmen die Tradition für ihre Eigenproduktionen. Der Hinweis schafft Verbindlichkeit und verhindert Verwirrung über unvollständige Handlungsbögen.

„To be concluded“ für finale Trilogie-Abschlüsse

„To be concluded“ stellt eine besondere Variante dar, die gezielt den Abschluss einer mehrteiligen Geschichte ankündigt. Der Science-Fiction-Film Zurück in die Zukunft II endete mit diesem Vermerk und einem Trailer zum dritten Film. Die Formulierung signalisierte den Fans, dass Teil III die Saga beendet.
Lana und Lilly Wachowski übernahmen bei The Matrix Reloaded diese Strategie und schlossen den Film ebenfalls mit „to be concluded“. Der Hinweis machte deutlich, dass The Matrix Revolutions die Geschichte final auflöst. Diese spezifische Wortwahl unterscheidet sich bewusst vom üblichen „to be continued“ und betont den Abschlusscharakter.

Die psychologische Wirkung liegt in der Erwartungssteuerung. Zuschauer wissen, dass keine weiteren Fortsetzungen folgen und alle Fragen im nächsten Teil Antworten finden sollten. Studios nutzen „to be concluded“ selten, da es Endgültigkeit kommuniziert. Bei geplanten Trilogien erfüllt es jedoch eine wichtige dramaturgische Funktion. Der Vermerk schafft Klarheit über die narrative Struktur. Dass dieser Begriff aber nicht immer Endgültigkeit bedeuten muss, zeigt The Matrix: Resurrections.

Abgrenzung der verschiedenen tbc-Varianten

Die drei Bedeutungen von tbc erfordern kontextuelle Unterscheidung. „To be confirmed“ gehört zur Produktionsebene und betrifft organisatorische Aspekte. „To be continued“ und „to be concluded“ funktionieren als narrative Werkzeuge am Filmende. Verwechslungen entstehen selten, da der Verwendungskontext eindeutig ist.

In Pressemitteilungen meint tbc fast immer „to be confirmed“. Bei Filmabspännen bezieht sich tbc auf die Fortsetzungsthematik. Die Branche hat diese unausgesprochene Konvention etabliert. Fachpublikationen und Datenbanken kennzeichnen die jeweilige Bedeutung meist nicht extra.

Für das Publikum spielt die Unterscheidung eine untergeordnete Rolle. Ankündigungen mit tbc-Vermerk lassen Raum für Spekulation. Credits mit „to be continued“ oder „to be concluded“ erzeugen emotionale Reaktionen. Die mehrfache Verwendbarkeit der Abkürzung zeigt die Effizienz kompakter Kommunikation in der Filmindustrie.