„Hook“-Steelbook zum 75. Geburtstag von Robin Williams – mit Ultimate Cut UHD Blu-ray?
"Hook" zum 35. Jubiläum im UHD-Steelbook mit 2 Ultra HD Blu-rays
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Robin Williams hätte in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag gefeiert. Gleichzeitig steht ein anderes Jubiläum im Mittelpunkt einer neuen Veröffentlichung: Steven Spielbergs „Hook“ wird 35 Jahre alt. Passend dazu bringt Plaion Pictures den Fantasyfilm am 19. November 2026 als Anniversary Edition im 4K-Steelbook auf den deutschen Markt. Die neue Version erscheint damit fast genau acht Jahre nach der ersten deutschen Veröffentlichung auf Ultra HD Blu-ray.
Der Bezug zu Robin Williams liegt dennoch nahe, denn der Schauspieler verkörpert in „Hook“ die zentrale Figur Peter Banning alias Peter Pan. Sein 75. Geburtstag und das 35-jährige Jubiläum des Films fallen somit in dasselbe Jahr, auch wenn Plaion Pictures mit der neuen Edition ausdrücklich das Jubiläum von „Hook“ in den Mittelpunkt stellt.
Die neue Edition verfügt über einen ablösbaren FSK-6-Sticker. Auch technisch gibt es gegenüber der bisherigen UHD-Version eine Veränderung: Das Bild erhält ein Dolby-Vision-Upgrade. Noch interessanter fällt allerdings die Ausstattung des Steelbooks aus, denn Plaion Pictures gibt zwei Ultra HD Blu-rays an.
Damit stellt sich eine durchaus spannende Frage. Plaion Pictures nennt als Extras eine Dokumentation, B-Roll, entfallene Szenen und Trailer. Über den genauen Umfang der Dokumentation gibt es bislang keine weiteren Angaben. Sollte dahinter eine umfangreiche neue Jubiläums-Dokumentation mit Interviews, Archivaufnahmen und weiterem Produktionsmaterial stecken, könnte die zusätzliche Disc damit bereits eine nachvollziehbare Erklärung erhalten.
2018 erste Ultra HD Blu-ray zu „Hook“
Im Jahr 2018 erschien „Hook“ erstmals auf Ultra HD Blu-ray. Die deutsche Veröffentlichung kam damals im UHD Keep Case auf den Markt und enthielt eine einzelne Ultra HD Blu-ray. International gab es dagegen auch ein 2-Disc-Set mit zusätzlicher Blu-ray zum Film. Die deutsche Variante fiel damit schon bei der ersten 4K-Veröffentlichung etwas schlanker aus.
Für die Anniversary Edition geht Plaion Pictures nun einen anderen Weg. Das Steelbook enthält zwei Ultra HD Blu-rays, während die erste deutsche UHD-Veröffentlichung lediglich eine Disc umfasste. Das neue Bildmaster erhält zudem Dolby Vision. Beim Ton bleibt es dagegen bei DTS-HD MA 5.1 für die deutsche Synchronfassung, während die englische Originalfassung weiterhin Dolby Atmos bietet.


Was steckt auf der zweiten Ultra HD Blu-ray?
Die offizielle Auflistung der Extras fällt zunächst überschaubar aus. Plaion Pictures nennt eine Dokumentation, B-Roll, entfallene Szenen und Trailer. Allerdings wissen wir noch nicht, wie umfangreich diese Dokumentation ausfällt. Eine neue Jubiläums-Dokumentation könnte durchaus eine beträchtliche Laufzeit erreichen, wenn sie neben Interviews auch Archivmaterial, Aufnahmen vom Set und bislang nicht gezeigtes Produktionsmaterial zusammenführt.
In diesem Fall wäre eine zweite Ultra HD Blu-ray durchaus nachvollziehbar. Eine kurze Featurette würde den zusätzlichen UHD-Datenträger dagegen kaum erklären. Solange weder Plaion Pictures noch Sony Pictures eine Laufzeit oder weitere Details zur Dokumentation nennen, lässt sich deshalb nicht abschließend beurteilen, wie viel Material tatsächlich hinter dieser knappen Angabe steckt. Die Dokumentation könnte wesentlich umfangreicher ausfallen, als die derzeitige Auflistung vermuten lässt.
Daneben bleibt ein „Extended Cut“ als zweite Möglichkeit im Raum. Ein solcher Schnitt wäre für „Hook“ nicht bloß eine Wunschvorstellung, denn vor dem Kinostart existierte tatsächlich eine deutlich längere Fassung. Die Geschichte dieser Version reicht zurück bis in den November 1991, als Spielberg seinen Film noch einmal vor einem Testpublikum zeigte.
Ob die zweite UHD Blu-ray tatsächlich einen Extended Cut enthält, lässt sich daraus selbstverständlich nicht ableiten. Plaion Pictures hat einen solchen Schnitt bislang nicht angekündigt. Trotzdem lohnt sich ein genauerer Blick auf die Geschichte der längeren Fassung, denn sie zeigt, dass „Hook“ ursprünglich deutlich umfangreicher angelegt sein muss.
Die längere Fassung von „Hook“
Am 9. November 1991 fand im AMC Glen Lakes 8 Theatre in Dallas eine geheime Testvorführung von „Hook“ statt. Das Publikum wusste zunächst nicht, welchen Film es sehen würde. Erst als Steven Spielberg selbst den Kinosaal betrat, wurde klar, dass die Zuschauer den neuen Film des Regisseurs zu sehen bekamen. Laut einem damaligen Bericht der „Los Angeles Times“ reagierte das Publikum bereits beim Erkennen des Films begeistert und applaudierte auch nach dem Ende der Vorführung.
Interessant ist vor allem, was anschließend geschah. Ein Sprecher von TriStar bestätigte gegenüber der „Los Angeles Times“, dass die Vorführung stattgefunden hatte. Spielberg und die Verantwortlichen des Studios sollen mit dem Ergebnis zufrieden gewesen sein. Lediglich kleinere Kürzungen standen noch an, um die Laufzeit auf 2 Stunden und 15 Minuten zu reduzieren. Eine weitere geplante Testvorführung in San Jose sagte TriStar daraufhin ab.
Der zeitgenössische Bericht ist damit ein wichtiger Beleg dafür, dass „Hook“ kurz vor dem Kinostart noch in einer anderen Schnittfassung existierte. Die umfangreiche Recherche von hook-movie.com bringt die Dallas-Fassung dagegen mit einer möglichen Laufzeit von rund 176 Minuten in Verbindung.
Dabei sollte man allerdings nicht von einem vollständig erhaltenen „176-Minuten-Cut“ oder „Ultimate Cut“ sprechen. Die Recherche weist darauf hin, dass „Hook“ während der Produktion und Postproduktion immer wieder verändert wurde. Die Dallas-Fassung stellt eine Momentaufnahme dieses Prozesses dar und muss nicht exakt der ursprünglichen Wunschfassung oder einer späteren Schnittversion entsprechen. Gerade diese Entwicklung macht die Rekonstruktion so schwierig.
Trotzdem existiert eine ganze Reihe von Material, das im fertigen Film fehlt. Die Recherche dokumentiert unter anderem längere Passagen aus der Schule, zusätzliche Momente zwischen Peter und seinen Kindern, weitere Szenen in Neverland und Material rund um die Lost Boys. Auch musikalische Elemente spielten ursprünglich eine deutlich größere Rolle. Mehrere Songs wurden für den Film geschrieben, doch nur ein Teil davon fand seinen Weg in die endgültige Kinofassung.
Eine der bekanntesten entfernten Sequenzen ist „Low Below“, eine größere musikalische Nummer mit den Piraten. Die auf hook-movie.com zusammengetragenen Informationen beschäftigen sich ausführlich mit dieser und weiteren Sequenzen, die während der Produktion gedreht und später aus dem Film entfernt wurden. Es handelt sich also nicht nur um alternative Einstellungen oder einzelne kurze Szenen, sondern um umfangreicheres Material aus der ursprünglichen Produktion.
Die Petition für den „Ultimate Cut“
Aus der Recherche zu diesem Material entstand auch eine Petition für einen „Hook: The Ultimate Cut“. Sie fordert eine neue Fassung des Films, die bislang entferntes Material wieder zugänglich macht. Die Petition verweist dabei auf die längere Fassung aus der Zeit vor dem Kinostart und auf zahlreiche weitere Szenen, die im Laufe der Bearbeitung aus „Hook“ verschwanden.
Der Begriff „Ultimate Cut“ geht dabei über einen klassischen „Extended Cut“ hinaus. Ein Extended Cut würde zusätzliche Szenen in die bekannte Kinofassung integrieren. Ein Ultimate Cut könnte dagegen eine umfassendere Rekonstruktion der ursprünglichen Idee darstellen. Die Recherche von hook-movie.com beschäftigt sich deshalb nicht nur mit einzelnen Deleted Scenes, sondern zusätzlich mit Drehbuchfassungen, musikalischem Material und den Veränderungen, die der Film während seiner Entstehung durchlief.
Damit gibt es zumindest eine umfangreiche Grundlage für eine solche Fassung. Das bedeutet allerdings nicht, dass Sony Pictures oder Steven Spielberg aktuell an einem Ultimate Cut arbeiten. Die Petition selbst liefert keinen Hinweis auf eine bevorstehende Veröffentlichung. Sie zeigt vielmehr, dass die Frage nach einer umfassenderen Fassung von „Hook“ längst über einzelne entfallene Szenen hinausgeht.
Für die neue Anniversary Edition ist deshalb vor allem ein Punkt interessant: Plaion Pictures nennt eine Dokumentation, B-Roll, entfallene Szenen und Trailer, gleichzeitig enthält das Steelbook zwei Ultra HD Blu-rays. Eine umfangreiche neue Dokumentation könnte diese zusätzliche Disc durchaus erklären. Sollte die Dokumentation dagegen eher kurz ausfallen, stellt sich umso stärker die Frage, ob noch ein weiterer Inhalt hinter der zweiten UHD Blu-ray steckt.
Extended Cut oder umfangreiche Dokumentation?
Genau hier beginnt die Spekulation. Die zweite Ultra HD Blu-ray könnte schlicht dem Bonusmaterial dienen, wenn die neue Dokumentation tatsächlich über einen größeren Umfang verfügt. Immerhin nennt Plaion Pictures ausdrücklich eine Dokumentation sowie zusätzlich B-Roll, entfallene Szenen und Trailer. Eine solche Zusammenstellung könnte auf einer UHD durchaus Sinn ergeben, wenn die Dokumentation deutlich umfangreicher ausfällt als eine gewöhnliche Featurette und diese zusätzlich in 4K-UHD-Auflösung vorliegt.
Die andere Möglichkeit wäre ein bislang unbestätigter „Extended Cut“. Dafür spricht die ungewöhnliche Geschichte des Films: Eine längere Schnittfassung existierte kurz vor dem Kinostart tatsächlich, und zahlreiche weitere Szenen sind dokumentiert. Die zweite UHD Blu-ray würde für einen solchen Schnitt zudem einen sinnvollen Platz bieten. Einen offiziellen Hinweis darauf gibt es allerdings bislang nicht.
Ein „Ultimate Cut“ zum 35. Jubiläum wäre natürlich die spektakulärere Variante. Zumal 2026 neben dem 35. Geburtstag von „Hook“ auch der 75. Geburtstag von Robin Williams auf dem Kalender gestanden hätte. Eine neue Dokumentation, entfallene Szenen und weiteres Archivmaterial würden bereits für eine umfangreichere Jubiläumsedition sorgen. Ein Extended Cut oder sogar ein Ultimate Cut würde daraus jedoch eine echte inhaltliche Neuauflage machen.
Aktuell bleibt deshalb offen, was Plaion Pictures tatsächlich für die zweite Ultra HD Blu-ray vorbereitet hat. Die offizielle Ankündigung liefert mit der Dokumentation bereits eine mögliche Erklärung. Sollte diese allerdings nur eine gewöhnliche Bonus-Dokumentation darstellen, dürfte die zweite UHD erneut Fragen aufwerfen. Vielleicht erwartet uns tatsächlich eine längere Fassung von „Hook“ – vielleicht liegt die Überraschung aber auch ausschließlich in einer ungewöhnlich umfangreichen UHD-Dokumentation.
Fest steht bislang, dass „Hook“ zum 35. Jubiläum mit Dolby Vision, zwei Ultra HD Blu-rays und zusätzlichem Bonusmaterial zurückkehrt. Alles Weitere bleibt vorerst Spekulation. Angesichts der dokumentierten Dallas-Fassung und des vorhandenen zusätzlichen Materials darf man bei der neuen Edition aber durchaus genauer hinsehen. Sollte am Ende tatsächlich ein „Extended Cut“ auf der zweiten UHD Blu-ray liegen, hätte Plaion Pictures die vielleicht interessanteste „Hook“-Veröffentlichung seit dem Kinostart im Jahr 1991 im Sortiment. (fp)