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NEWS 22.06.2026 · 11:41 Uhr vor 9 Stunden aktualisiert

HDMI 2.2 erklärt: Mehr Bandbreite für 8K, 480 Hz und kommende Display-Technologien

HDMI 2.2

HDMI 2.2

Fabian

Liebt Serien und Binge-Watching, kennt Netflix und Disney+ in- und auswendig und wird bei High-End-Technik euphorisch.

HDMI 2.2 hebt die maximale Datenrate auf 96 Gbit/s an und verdoppelt damit die Bandbreite von HDMI 2.1. Der neue Standard richtet sich vor allem an Anwendungen mit extrem hohen Datenmengen. Dazu zählen unkomprimiertes 8K mit 60 Bildern pro Sekunde und RGB-Farbauflösung sowie Gaming mit besonders hohen Bildraten.

96 Gbit/s für zukünftige Anforderungen

Die bisherige HDMI-2.1-Spezifikation erreicht maximal 48 Gbit/s. Für viele heutige Anwendungen genügt das vollkommen. 4K mit 120 Hz und HDR oder 8K mit Kompression stellen für aktuelle Geräte keine Herausforderung dar.

Anders sieht die Situation bei unkomprimierten Videosignalen aus. Ein natives 8K-Bild mit 60 Vollbildern pro Sekunde und RGB-Farbraum erzeugt enorme Datenmengen. Noch anspruchsvoller präsentieren sich Gaming-Szenarien mit 4K-Auflösung und Bildraten von 240 oder sogar 480 Hz. Genau für diese Einsatzbereiche legt HDMI 2.2 die technische Basis.

Das HDMI-Logo verrät nicht den tatsächlichen Funktionsumfang

Die maximale Bandbreite allein liefert jedoch kein vollständiges Bild. HDMI 2.1 hat bereits gezeigt, wie unterschiedlich Hersteller die Spezifikation umsetzen.

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Die PlayStation 5 erreicht beispielsweise maximal 40 Gbit/s und nutzt damit nicht die vollen Möglichkeiten von HDMI 2.1 aus. Andere Geräte arbeiten sogar nur mit 24 Gbit/s. Hinzu kommen Fernseher, Projektoren und AV-Receiver, die zwar mit HDMI 2.1 werben, aber Funktionen wie 4K bei 120 Hz, Variable Refresh Rate (VRR) oder Auto Low Latency Mode (ALLM) gar nicht unterstützen.

Bei HDMI 2.2 dürfte sich diese Situation wiederholen. Käufer sollten daher nicht nur auf die Versionsnummer achten, sondern vor allem die tatsächlich unterstützte Bandbreite und die implementierten Funktionen prüfen.

Quick Frame Transport reduziert die Eingabeverzögerung

Quick Frame Transport (QFT) verkürzt die Zeit zwischen der Ausgabe eines Bildes und seiner Darstellung auf dem Bildschirm. Die Technik reduziert die Eingabeverzögerung und verbessert damit die Reaktionsgeschwindigkeit.

Davon profitieren vor allem Spiele mit schnellen Bewegungen sowie Virtual-Reality-Anwendungen, die besonders empfindlich auf hohe Latenzen reagieren.

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Quick Media Switching verhindert Schwarzbilder

Quick Media Switching (QMS) beseitigt kurze Schwarzbilder beim Wechsel zwischen unterschiedlichen Bildfrequenzen. Solche Unterbrechungen treten beispielsweise auf, wenn Streaming-Apps zwischen 24, 50 oder 60 Bildern pro Sekunde umschalten. Mit QMS erfolgen diese Übergänge deutlich flüssiger und Inhalte starten ohne störende Bildaussetzer.

HDMI Cable Power versorgt aktive Kabel direkt

Aktive HDMI-Kabel benötigen bei langen Strecken teilweise eine zusätzliche Stromversorgung über USB. HDMI Cable Power versorgt kompatible Kabel direkt über den HDMI-Anschluss. Vor allem komplexe Heimkino-Installationen profitieren davon, da zusätzliche Kabel und externe Stromquellen entfallen.

Erste Geräte wohl erst ab 2027

Mit den ersten Fernsehern, Monitoren, Grafikkarten und AV-Receivern samt HDMI 2.2 dürfte frühestens 2027 zu rechnen sein. Hersteller benötigen zunächst neue Chipsätze und Controller, bevor die Technik in größerem Umfang auf den Markt kommt.

Eine große Revolution zeichnet sich allerdings nicht ab. Die meisten aktuellen Geräte schöpfen selbst HDMI 2.1 noch nicht vollständig aus. HDMI 2.2 richtet sich deshalb in erster Linie an zukünftige High-End-Anwendungen mit extremen Auflösungen und Bildraten. Für viele Heimkino- und Gaming-Nutzer bleibt HDMI 2.1 auf absehbare Zeit weiterhin mehr als ausreichend. (fp)

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