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feiertagsfrei (FSK)

Feiertagsfrei beziehungsweise Feiertagsfreigabe bezeichnet eine zusätzliche Einstufung der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft). Sie legt fest, ob ein Film, Konzertfilm oder eine andere audiovisuelle Veröffentlichung an sogenannten stillen Feiertagen öffentlich gezeigt werden darf. Zu diesen Tagen zählen unter anderem Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag.

Die Feiertagsfreigabe ergänzt die reguläre Altersfreigabe, ersetzt sie jedoch nicht. Eine Produktion kann eine FSK-Freigabe erhalten und trotzdem nicht als feiertagsfrei gelten. Für öffentliche Vorführungen besitzt diese Unterscheidung daher eine wichtige Bedeutung.

Was bedeutet feiertagsfrei bei der FSK?

Die FSK prüft auf Antrag, ob ein Film mit dem besonderen Charakter stiller Feiertage vereinbar ist. Dabei fließen unter anderem Gewaltgrad, Provokation, politische Inhalte oder die allgemeine Wirkung einer Produktion in die Bewertung ein. Erhält ein Film die entsprechende Zustimmung, gilt er als feiertagsfrei und darf auch an diesen besonderen Tagen öffentlich aufgeführt werden.

Liegt keine Feiertagsfreigabe vor, können je nach Bundesland Einschränkungen für Kinos, Filmclubs oder Veranstalter gelten. Die konkrete Umsetzung richtet sich nach den jeweiligen Feiertagsgesetzen.

Unterschied zwischen FSK-Freigabe und Feiertagsfreigabe

Die bekannte FSK-Altersfreigabe regelt, für welche Altersgruppen eine Produktion geeignet ist. Die Feiertagsfreigabe verfolgt dagegen ein anderes Ziel. Sie bewertet nicht den Jugendschutz, sondern die Eignung für öffentliche Vorführungen an stillen Feiertagen.

Die FSK-Altersfreigabe und die Feiertagsfreigabe bewerten unterschiedliche Aspekte. Ein Film kann beispielsweise eine Freigabe ab 12 Jahren erhalten und dennoch nicht als feiertagsfrei gelten. Umgekehrt kann auch ein Film mit einer höheren Altersfreigabe eine Feiertagsfreigabe erhalten.

Beispiel: Rammstein Live in Mexico City

Das Konzert „Rammstein Live in Mexico City“ sorgte in Fanforen für Diskussionen, weil keine Feiertagsfreigabe vorlag. Nach Angaben der FSK erfolgte jedoch kein Antrag auf eine entsprechende Prüfung. Deshalb fand auch keine Abstimmung über eine mögliche Freigabe statt.

Da die Veröffentlichung für den Home-Entertainment-Markt vorgesehen war, spielte die fehlende Feiertagsfreigabe praktisch keine Rolle. Die Regelung betrifft ausschließlich öffentliche Aufführungen und nicht das private Anschauen zu Hause auf Blu-ray, DVD oder UHD Blu-ray.

Welche Bedeutung hat die Feiertagsfreigabe heute?

Für Heimkino-Fans besitzt die Feiertagsfreigabe meist nur eine geringe Relevanz. Kinobetreiber, Veranstalter und Filmfestivals müssen die Einstufung dagegen berücksichtigen, wenn sie Vorführungen an stillen Feiertagen planen. Dennoch taucht das Thema regelmäßig bei kontroversen Filmen, Horrorfilmen oder Konzertaufzeichnungen auf und sorgt immer wieder für Diskussionen.

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