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NEWS 21.05.2026 · 11:53 Uhr vor 7 Stunden aktualisiert

Der Seriensommer bei STUDIOCANAL bringt vier internationale Serien nach Deutschland

Studiocanal bringt zahlreiche Titel im Juni 2026 in den Handel

Studiocanal bringt zahlreiche Titel im Juni 2026 in den Handel

Fabian

Moin. Mein Name ist Fabian. Bei 4kfilmliste.de lasse ich hin und wieder meine Leidenschaft für Filme und das Schreiben aufleben.

Der Sommer 2026 steht nicht nur im Zeichen großer Sportereignisse und neuer Kinofilme. Auch Serienfans bekommen in den kommenden Wochen einige interessante Neustarts digital serviert. STUDIOCANAL setzt dabei auf Produktionen, die in ihren Heimatländern bereits Aufmerksamkeit erzeugt haben, hierzulande aber noch eher als Geheimtipps gelten. Das Line-up reicht von psychologischen Dramen über bissige Comedy bis hin zu realitätsnahen Kriminalfällen.

Im Fokus stehen diesmal keine klassischen Mainstream-Blockbuster. Stattdessen dominieren intensive Geschichten, starke Figuren und Konflikte, die lange nachwirken. Besonders auffällig: Alle vier Serien setzen stark auf zwischenmenschliche Spannungen und moralische Grauzonen. Genau das dürfte viele Zuschauer ansprechen, die im Sommer nach etwas anderem als typischer Standardunterhaltung suchen.

„Playing Nice“ erzählt von einem Albtraum für zwei Familien

Die britische Miniserie „Playing Nice“ startet ab dem 2. Juli digital und basiert auf dem Bestseller „Du gehörst uns“ von J.P. Delaney. Regisseurin Kate Hewitt verlegt die Handlung an die Küste Cornwalls und verbindet Familiendrama mit psychologischem Thriller.

Im Mittelpunkt stehen Pete und Maddie, deren Leben komplett aus den Fugen gerät. Sie erfahren, dass ihr dreijähriger Sohn nach der Geburt vertauscht wurde. Gleichzeitig kämpfen auch Miles und Lucy mit derselben schockierenden Wahrheit. Beide Familien versuchen zunächst, eine gemeinsame Lösung zu finden. Doch mit jeder neuen Enthüllung wachsen Misstrauen und Spannungen weiter an.

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Vor allem die Besetzung dürfte vielen Serienfans bekannt vorkommen. James Norton spielte bereits in „Happy Valley“ und „Grantchester“, während Jessica Brown Findlay unter anderem aus „Downton Abbey“ bekannt ist. Die vierteilige Produktion setzt weniger auf schnelle Wendungen und konzentriert sich stärker auf emotionale Konflikte und die Frage, wie weit Eltern für ihre Kinder gehen würden.

„Das Orchester“ verbindet skandinavische Comedy mit Intrigen und Machtspielen

Ab dem 4. Juni erscheint digital mit „Das Orchester“ eine dänische Comedyserie, die bereits mehrere Staffeln erfolgreich hinter sich gebracht hat. Statt düsterer Kriminalfälle rückt die Serie allerdings den Alltag eines Kopenhagener Sinfonieorchesters in den Mittelpunkt.

Jeppe Nygren übernimmt dort den Posten des stellvertretenden Managers und landet sofort mitten in einem Chaos aus Eitelkeiten, Machtkämpfen und persönlichen Konflikten. Besonders schwierig gestaltet sich die Zusammenarbeit mit seiner exzentrischen Chefin Gertrud und dem ehrgeizigen Musiker Bo. Gleichzeitig sorgen Affären und Rivalitäten hinter den Kulissen permanent für neue Spannungen.

Die Serie stammt von Adam Price, dem Schöpfer von „Borgen“. Viele Szenen erinnern bewusst an klassische Workplace-Comedys wie „The Office“, übertragen das Konzept aber in die Welt der klassischen Musik. Genau dieser Kontrast sorgt immer wieder für absurde und unangenehme Momente. „Das Orchester“ umfasst zehn Episoden mit jeweils rund 28 Minuten Laufzeit.

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„Spuren“ setzt auf nüchterne Ermittlungsarbeit statt klassische Thriller-Effekte

Mit „Spuren“ erscheint ebenfalls ab dem 4. Juni eine deutsche Miniserie, die auf realen Ermittlungen basiert. Grundlage bildet das Sachbuch „SOKO Erle“ des ehemaligen Freiburger Polizeisprechers Walter Roth. Regisseur Stefan Krohmer konzentriert sich dabei stark auf realistische Polizeiarbeit und verzichtet weitgehend auf typische Genre-Spielereien.

Die Handlung beginnt mit dem Fund einer Frauenleiche nahe Endingen am Kaiserstuhl. Kriminalrätin Barbara Kramer übernimmt die Leitung der Sonderkommission. Die Ermittlungen geraten zunächst ins Stocken, bis Verbindungen zu einem weiteren Mord sichtbar werden. Schritt für Schritt entsteht daraus ein bedrückender Fall, der vor allem durch seine Nähe zur Realität funktioniert.

Getragen wird die Serie von Nina Kunzendorf, die seit Jahren zu den markantesten Schauspielerinnen im deutschen Fernsehen zählt. „Spuren“ verbindet klassische Kriminalarbeit mit True-Crime-Elementen und setzt stärker auf Atmosphäre und Ermittlungsdetails als auf spektakuläre Action.

„Verrate mich nicht“ zeigt den Druck im Krankenhausalltag

Mit „Verrate mich nicht“ folgt am 25. Juni außerdem ein britisches Krankenhausdrama mit Jodie Whittaker in der Hauptrolle. Die Serie lief ursprünglich unter dem Titel „Trust Me“ und erhielt bereits eine Nominierung für den BAFTA Scotland Award.

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Im Mittelpunkt steht Krankenschwester Cath, die nach Problemen am Arbeitsplatz ihre Stelle verliert. Aus Verzweiflung übernimmt sie die Identität ihrer besten Freundin, die als Ärztin arbeitet, und beginnt in einer Notaufnahme ein neues Leben. Anfangs scheint ihr Plan tatsächlich aufzugehen. Doch der stressige Klinikalltag bringt schnell Situationen mit sich, die sie fachlich kaum bewältigen kann.

Die Serie lebt vor allem von der permanenten Anspannung und der Frage, wann das fragile Kartenhaus zusammenbricht. Gleichzeitig zeigt „Verrate mich nicht“ auch die Überforderung und den enormen Druck im Gesundheitssystem. Genau das verleiht der vierteiligen Produktion zusätzlich eine unangenehme Nähe zur Realität. (fp)

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